Firmenansicht

Einkaufsbedingungen

I. Maßgebende Bedingungen

Die Rechtsbeziehungen zwischen Lieferant und Besteller richten sich nach diesen Bedingungen und etwaigen sonstigen Vereinbarungen. Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Schriftform. Andere Allgemeine Geschäftsbedingungen gelten auch dann nicht, wenn ihnen im Einzelfall nicht ausdrücklich widersprochen wurde.

II. Bestellung

    1. Lieferverträge (Bestellung und Annahme) und Lieferabrufe sowie ihre Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Schriftform. Lieferabrufe können auch durch Datenfernübertragung erfolgen.
    2. Nimmt der Lieferant die Bestellung nicht innerhalb von drei Wochen seit Zugang an, so ist der Besteller zum Widerruf berechtigt. Lieferabrufe werden spätestens verbindlich, wenn der Lieferant nicht binnen zwei Wochen seit Zugang widerspricht.
    3. Soweit der Liefergegenstand zur Verwendung in einem Werk der STS Formtechnik GmbH bestimmt ist, werden die Lieferungen von dort abgerufen und bezahlt.
    4. Der Besteller kann im Rahmen der Zumutbarkeit für den Lieferanten Änderungen des Liefergegenstandes in Konstruktion und Ausführung verlangen. Dabei sind die Auswirkungen, insbesondere hinsichtlich der Mehr- und Minderkosten sowie der Liefertermine, angemessen einvernehmlich zu regeln.

III. Zahlung

    1. Die Zahlung erfolgt, soweit dem Besteller bis zum Monatsultimo prüffähige Rechnungen vorliegen, am 30. des der Lieferung folgenden Monats. Bei Annahme verfrühter Lieferungen richtet sich die Fälligkeit nach dem vereinbarten Liefertermin.
    2. Die Zahlung erfolgt durch Überweisung oder Scheck. Unstimmigkeiten sind dem Besteller unverzüglich aufzugeben.
    3. Bei fehlerhafter Lieferung ist der Besteller berechtigt, die Zahlung wertanteilig bis zur ordnungsgemäßen Erfüllung zurückzuhalten.
    4. Der Lieferant ist ohne vorherige schriftliche Zahlung des Bestellers, die nicht unbillig verweigert werden darf, nicht berechtigt, seine Forderungen gegen ihn abzutreten oder durch Dritte einziehen zu lassen. Bei Vorliegen von verlängertem Eigentumsvorbehalt gilt die Zustimmung als erteilt. Tritt der Lieferant seine Forderung gegen den Besteller entgegen Satz 1 ohne dessen Zustimmung an einen Dritten ab, so ist die Abtretung gleichwohl wirksam. Der Besteller kann jedoch nach seiner Wahl mit befreiender Wirkung an den Lieferanten oder an Dritten leisten.

IV. Mängelanzeige

Mängel der Lieferung hat der Besteller, sobald sie nach den Gegebenheiten eines ordnungsgemäßen Geschäftsablaufs festgestellt werden, dem Lieferanten unverzüglich schriftlich anzuzeigen. Insoweit verzichtet der Lieferant auf den Einwand der verspäteten Mängelrüge.

V. Geheimhaltung

    1. Die Vertragspartner verpflichten sich, alle nicht offenkundigen kaufmännischen und technischen Einzelheiten, die ihnen durch die Geschäftsbeziehungen bekannt werden, als Geschäftsgeheimnis zu behandeln.
    2. Zeichnungen, Modelle, Schablonen, Muster und ähnliche Gegenstände dürfen unbefugten Dritten nicht überlassen oder sonst zugänglich gemacht werden. Die Vervielfältigung solcher Gegenstände ist nur im Rahmen der betrieblichen Erfordernisse und der urheberrechtlichen Bestimmungen zulässig.
    3. Unterlieferanten sind entsprechend zu verpflichten
    4. Die Vertragspartner dürfen nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung mit ihrer Geschäftsverbindung werben.

VI. Liefertermin und –fristen / Versandklauseln

Vereinbarte Termine und Fristen sind verbindlich. Maßgebend für die Einhaltung des Liefertermins oder der Lieferfrist ist der Eingang der Ware beim Besteller. Der Lieferant hat die Ware unter Berücksichtigung der üblichen Zeit für Verladung und Versand rechtzeitig bereitzustellen. Die Lieferungen sind nach den Anweisungen des Bestellers abzuwickeln. Für alle Handelsklauseln gelten die INCOTERMS 2001.

VII. Lieferverzug

    1. Der Lieferant ist dem Besteller zum Ersatz des Verzugsschadens verpflichtet. Dies gilt nicht für entgangene Gewinne.
    2. Bei leichter Fahrlässigkeit beschränkt sich der Schadensersatz auf Frachtmehrkosten, Nachrüstkosten und nach fruchtloser Nachfristsetzung oder bei Wegfall des Interesses an der Lieferung auf die Mehraufwendung für Deckungskäufe.
    3. Bei der Höhe des Schadenersatzes sind nach Treu und Glaube die wirtschaftlichen Gegebenheiten des Lieferanten, Art, Umfang und Dauer der Geschäftsverbindung sowie gegebenenfalls auch der Wert des Zulieferteiles als zugunsten des Lieferanten angemessen zu berücksichtigen.

VIII. Höhere Gewalt

Höhere Gewalt, Arbeitskämpfe, Unruhen, behördliche Maßnahmen und sonstiges unvorhersehbare, unabwendbare und schwerwiegende Ereignisse befreien die Vertragspartner für die Dauer der Störung und im Umfang ihrer Wirkung von den Leistungspflichten. Die gilt auch, wenn diese Ereignisse zu einem Zeitpunkt eintreten, in der sich der betroffenen Vertragspartner in Verzug befindet. Die Vertragspartner sind verpflichtet, im Rahmen des Zumutbaren unverzüglich die erforderlichen Informationen zu geben und ihre Verpflichtungen den veränderten Verhältnissen nach Treu und Glauben anzupassen.

IX. Qualität und Dokumentation

    1. Der Lieferant hat für seine Lieferungen die anerkannten Regeln der Technik, die Sicherheitsvorschriften und die vereinbarten technischen Daten einzuhalten. Änderungen des Liefergegenstandes bedürfen der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Bestellers.
    2. Für die Erstmusterprüfung wird auf die VDA-Schrift „Sicherung der Qualität von Lieferungen in der Automobilindustrie – Lieferantenbewertung, Erstmusterprüfung“, Frankfurt am Main 1975, hingewiesen. Erst nachdem der Besteller die Muster akzeptiert hat, darf mit der Serienlieferung begonnen werden. Unabhängig davon hat der Lieferant die Qualität der Liefergegenstände ständig zu überprüfen. Die Vertragspartner werden sich über die Möglichkeiten einer Qualitätsverbesserung gegenseitig informieren.
    3. Sind Art und Umfang der Prüfungen sowie die Prüfmittel und –Methoden zwischen dem Lieferanten und dem Besteller nicht fest vereinbart, ist der Besteller auf Verlangen des Lieferanten im Rahmen seiner Kenntnisse, Erfahrungen und Möglichkeiten bereit, die Prüfungen mit ihn zu erörtern , um den jeweils erforderlichen Stand der Prüftechnik zu ermitteln. Darüber hinaus wird der Besteller den Lieferanten auf Wunsch über die einschlägigen Sicherheitsvorschriften informieren.
    4. Bei den in den technischen Unterlagen oder durch gesonderte Vereinbarung besondere, zum Beispiel mit „D“ gekennzeichneten Kraftfahrzeugteilen hat der Lieferant darüber hinaus in besonderen Aufzeichnungen festzuhalten, wann, in welcher Weise und durch wen die Liefergegenstände bezüglich der dokumentationspflichtigen Merkmale geprüft worden sind und welche Resultate die geforderten Qualitätstests ergeben haben. Die Prüfungsunterlagen sind zehn Jahre aufzubewahren und dem Besteller bei Bedarf vorzulegen. Vorlieferanten hat der Lieferant im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten in gleichen Umfang zu verpflichten. Als Anleitung wird auf die VDA-Schrift „Dokumentationspflichtige Teile bei Automobilherstellern und deren Zulieferanten Durchführung der Dokumentation“, Frankfurt am Main 1973, hingewiesen.
    5. Soweit Behörden, die für die Kraftfahrzeugsicherheit, Abgasbestimmungen o.ä. zuständig sind, zur Nachprüfung bestimmte Anforderungen Einblick in den Produktionsablauf und die Prüfungsunterlagen des Bestellers verlangen, erklärt sich der Lieferant auf Bitten des Bestellers bereit, ihnen in seinem Betrieb die gleichen Rechte einzuräumen und dabei jede zumutbare Unterstützung zu geben.

X. Gewährleistung

    1. Bei Lieferung fehlerhafter Ware ist vor Beginn der Fertigung (Bearbeitung oder Einbau) zunächst dem Lieferanten Gelegenheiten zum Aussortieren sowie Nachbessern oder Nachliefern zu geben, es sei denn, dass dies dem Besteller unzumutbar ist. Kann dies der Lieferant nicht durchführen oder kommt er dem nicht unverzüglich nach, so kann der Besteller insoweit vom Vertrag zurücktreten sowie die Ware auf Gefahr des Lieferanten zurückschicken. In dringenden Fällen kann er nach Abstimmung mit dem Lieferanten die Nachbesserung selbst vornehmen oder durch einen Dritten ausführen lassen. Hierdurch entstehende Kosten trägt der Lieferant. Wird die gleiche Ware wiederholt fehlerhaft geliefert, so ist der Besteller nach schriftlicher Abmahnung bei erneuter fehlerhafter Lieferung auch für den nicht erfüllten Lieferumfang zum Rücktritt berechtigt.
    2. Wird der Fehler trotz Beachtung der Verpflichtung gemäß Abschnitt IV (Mängelanzeige) erst nach Beginn der Fertigung festgestellt, kann der Besteller über die Regelung in Abschnitt X Ziffer 1 hinaus nur dann Schadenersatz für Mehrfachaufwendungen verlangen, wenn dies vertraglich vereinbart ist. Bei neu abzuschließenden Vereinbarungen ist Abschnitt VII Ziffer 3 zu beachten.
    3. Dem Lieferanten sind die von ihm zu ersetzenden Teile auf Verlangen und auf seine Kosten vom Besteller unverzüglich zur Verfügung zu stellen.
    4. Die Gewährleistung endet mit Ablauf von 12 Monaten seit Fahrzeugerstzulassung oder Ersatzteile-Einbau, spätestens jedoch nach Ablauf von 18 Monaten seit Lieferung an den Besteller. Dies gilt für Nutzfahrzeuge nur soweit nichts anderes vereinbart ist.
    5. Gewährleistungsansprüche entstehen nicht, wenn der Fehler zurückzuführen ist auf Verletzung von Bedienungs-, Wartungs- und Einbauvorschriften, ungeeignet oder unsachgemäße Verwendung, fehlerhafte oder nachlässige Behandlung und natürliche Verschleiß sowie vom Besteller oder Dritten vorgenommene Eingriffe in den Liefergegenstand.
    6. Soweit im Vorstehenden nicht abweichend geregelt, richtet sich die Gewährleistung nach den gesetzlichen Vorschriften. Zugesicherte Eigenschaften müssen ausdrücklich schriftlich im Einzelnen als solche bezeichnet werden.

XI. Haftung

Soweit nicht an anderer Stelle dieser Bedingungen eine andere Haftungsregelung getroffen ist, ist der Lieferant nur wie folgt zum Ersatz des Schadens verpflichtet, der dem Besteller unmittelbar oder mittelbar infolge einer fehlerhaften Lieferung, wegen Verletzung behördlicher Sicherheitsvorschriften oder aus irgendwelchen anderen, dem Lieferanten zuzurechnende Rechtsgründen entsteht.

    1. Die Schadensersatzpflicht ist grundsätzlich nur gegeben, wenn den Lieferanten ein Verschulden an dem von ihn verursachten Schaden trifft.
    2. Wird der Besteller aufgrund verschuldensunabhängiger Haftung nach Dritten gegenüber nicht abdingbarem Recht in Anspruch genommen, tritt der Lieferant gegenüber dem Besteller insoweit ein, wie er auch unmittelbar haften würde.
    3. Die Ersatzpflicht ist ausgeschlossen, soweit der Besteller seinerseits die Haftung gegenüber seinem Abnehmer wirksam beschränkt hat. Dabei wird der Besteller bemüht sein, Haftungsbeschränkungen in rechtlich zulässigem Umfang auch zugunsten des Lieferanten zu vereinbaren.
    4. Ansprüche des Bestellers sind soweit ausgeschlossen, wie der Schaden zurückzuführen ist auf dem Besteller zuzurechnende Verletzungen von Bedienungs-, Wartungs- und Einbauvorschriften, ungeeignete oder unsachgemäße Verwendung, fehlerhafte oder nachlässige Behandlung, natürlichen Verschleiß oder fehlerhafte Reparatur.
    5. Für Maßnahmen des Bestellers zur Schadensabwehr (ZB Rückrufaktion) haftet der Lieferant, soweit er rechtlich verpflichtet ist.
    6. Der Besteller wird den Lieferanten, falls er diesen nach den vorstehenden Regelungen in Anspruch nehmen will, unverzüglich und umfassend informieren und konsultieren. Er hat dem Lieferanten Gelegenheit zur Untersuchung des Schadenfalls zu geben. Über die zu ergreifenden Maßnahmen, insbesondere bei Vergleichsverhandlungen, werden sich die Vertragspartner abstimmen.
    7. Die in Abschnitt VII Ziffern 1 und 3 aufgestellten Grundsätze sind entsprechend anzuwenden, soweit keine oder keine ausreichende Versicherung des Lieferanten besteht.

XII. Schutzrechte

    1. Der Lieferant haftet für Ansprüche, die sich bei vertragsgemäßer Verwendung der Liefergegenstände aus der Verletzung von Schutzrechten und Schutzrechtsanmeldungen (Schutzrechte) ergeben, von denen mindestens eines aus der Schutzrechtsfamilie entweder im Heimatland des Lieferanten, vom Europäischen Patentamt oder in einem der Staaten Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Österreich oder USA veröffentlicht ist.
    2. Er stellt den Besteller und seine Abnehmer von allen Ansprüchen aus der Benutzung solcher Schutzrechte frei.
    3. Dies gilt nicht, soweit der Lieferant die Liefergegenstände nach vom Besteller übergebenen Zeichnungen, Modellen oder diesen gleichkommenden sonstigen Beschreibungen oder Angaben des Bestellers hergestellt hat und nicht weiß oder im Zusammenhang mit den von ihn entwickelten Erzeugnissen nicht wissen muss, dass dadurch Schutzrechte verletzt werden.
    4. Soweit der Lieferant nach Ziffer 3 nicht haftet, stellt der Besteller ihn von allen Ansprüchen Dritter frei.
    5. Die Vertragspartner verpflichten sich, sich unverzüglich von bekanntwerdenden Verletzungsrisiken und angeblichen Verletzungsfällen zu unterrichten und sich Gelegenheit zu geben, entsprechendem Anspruch einvernehmlich entgegenzuwirken.
    6. Der Lieferant wird auf Anfrage des Bestellers die Benutzung von veröffentlichten eigenen und von lizenzierten Schutzrechten und Schutzrechtsanmeldungen an dem Liefergegenstand mitteilen.
    7. Die in Abschnitt VII Ziffer 1 und 3 enthaltenen Grundsätze zur Haftungsbegrenzung sind entsprechend anzuwenden.

XIII. Eigentumsvorbehalt

Der Lieferant behält sich das Eigentum an sämtlichen von ihm gelieferten Waren bis zur restlosen Bezahlung vor, hierbei gelten alle Lieferungen als zusammenhängendes Liefergeschäft. Bei laufender Rechnung gilt das vorbehaltene Eigentum als Sicherung für seine Saldoforderung. Werden die Waren vom Besteller mit anderen Gegenständen zu einer einheitlichen Sache verbunden und ist die andere Sache als Hauptsache anzusehen, ist der Besteller verpflichtet, dem Lieferanten anteilig Miteigentum zu übertragen, soweit die Hauptsache ihm gehört. Veräußert der Besteller die gelieferte Ware bestimmungsgemäß weiter, tritt er hiermit schon jetzt die aus der Veräußerung entstehenden Forderungen gegen seinen Abnehmer mit allen Nebenrechten an den Lieferanten bis zur völligen Tilgung aller dessen Forderungen ab.

Aus begründetem Anlass ist der Besteller auf Verlangen des Lieferanten verpflichtet die Abtretung den Drittkäufer bekanntzugeben und dem Lieferanten die zur Geltendmachung seiner Rechte erforderlichen Auskünfte zu geben und Unterlagen auszuhändigen.

Der Lieferant wird die von ihm gehaltenen Sicherungen insoweit freigeben, als ihr Wert die zu sichernden Forderungen um mehr als insgesamt 20% übersteigt.

XIV. Werkzeuge

    1. Werkzeuge sind alle direkten Fertigungsmittel (Vorrichtungen, Urmodelle, Modelle, Formen, Umformwerkzeuge, Matrizen, Schablonen, Kontrollvorrichtungen, Lehren, usw), die ausschließlich zur Herstellung und Prüfung des vom Lieferanten STS Formtechnik GmbH zu fertigenden Liefergegenstandes benötigt werden. Die Werkzeuge sollen in wirtschaftlicher Weise die Fertigung des Liefergegenstandes in der geforderten Qualität und Funktion gewährleisten und geeignet sein, den dem Lieferanten genannten Serien- und Ersatzteilbedarf abzudecken.
    2. Sollte ein Anteil der Gesamtkosten über eine separat festgelegt Quote im Teilepreis bezahlt werden, so geht das Eigentum an den Werkzeugen mit der Bezahlung der Gesamtwerkzeugkosten über die Restquote an STS Formtechnik GmbH über. STS Formtechnik GmbH ist berechtigt, durch vorzeitige Bezahlung des nicht amortisierten Anteils (abzüglich der vereinbarten Verzinsung) Eigentum zu erwerben.
    3. Sollten zwischen STS Formtechnik GmbH und dem Lieferanten vereinbart werden, dass keine Werkzeugkosten bezahlt oder die Kosten der Werkzeuge von STS Formtechnik, nur bezuschußt werden, so bleibt der Lieferant Eigentümer der von ihm oder durch einen Dritten hergestellten Fertigungsmittel. In diesem Falle räumt der Lieferant STS Formtechnik GmbH ein Verkaufsrecht ein und etwaige Zuschüsse sind auf den Kaufpreis anzurechnen.
    4. Wartung, Instandhaltung, Instandsetzung, Erneuerung sowie Versicherung gehen zu Lasten des Lieferanten.
    5. Im Falle von Änderungen der Werkzeuge durch STS Formtechnik GmbH sind die Auswirkungen hinsichtlich der Mehr- oder Minderkosten angemessen einvernehmlich zu regeln.
    6. Nach Bestellung der Werkzeuge durch STS Formtechnik  GmbH sind nach einem noch zu vereinbarenden Zeitplan Statusberichte über den Fortschritt der Fertigstellung einzusenden.
    7. Nach erfolgter Bezahlung gehen die Werkzeuge in das Eigentum von STS Formtechnik über. Bis auf Widerruf werden sie dem Lieferanten zur Herstellung bzw. Prüfung der von STS Formtechnik bestellenden Liefergegenstände leihweise überlassen. Die Werkzeuge werden vom Lieferanten ordnungsgemäß in Verwahrung genommen und in seine Versicherung eingeschlossen. Der Lieferant tritt Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag wegen der Beschädigung der Werkzeuge in Höhe des Prozentsatzes, zu dem STS Formtechnik die Kosten erstattet hat, an STS Formtechnik ab. Der Lieferant wird STS Formtechnik GmbH ein Zertifikat des Versicherers über den jeweiligen Umfang des Versicherungsschutzes vorlegen. In diesem muss der Versicherer die vorgenannte Abtretung als wirksam anerkennen und weites bestätigen, dass STS Formtechnik GmbH unverzüglich vom Versicherer unterrichtet wird, sobald der Versicherungsschutz erst 30 Tage nach dieser Benachrichtigung von STS Formtechnik GmbH müssen als solche gekennzeichnet sein und dürfen nicht für Dritte verwendet oder an Dritte überlassen oder verpfändet werden, außer der Lieferant wird schriftlich von STS Formtechnik GmbH autorisiert. Eingriffe in die Rechte von STS Formtechnik GmbH müssen STS Formtechnik  GmbH unverzüglich mitgeteilt werden. Im Falle eines Verschuldens haftet der Lieferant für die Vernichtung, Verschlechterung, Beschädigung oder Entwendung des in seinem Besitz befindlichen Eigentums von STS Formtechnik GmbH STS Formtechnik GmbH wird den Lieferanten schriftlich benachrichtigen, sobald die Werkzeuge nicht mehr benötigt werden und ihm hinsichtlich der weiteren Disposition entsprechende Instruktionen erteilen.
    8. Die Bezahlung der Werkzeuge erfolgt im Rahmen der im Einkaufsabschluss getroffenen Zahlungsfrist, jedoch in jedem Falle erst nach Gutbefund der ordnungsgemäß durchgeführten Erstbemusterung. Die Rechnung mit genauer Bezeichnung der einzelnen direkten Fertigungsmittel übersendet der Lieferant STS Formtechnik  GmbH zum Zeitpunkt der Lieferung der gefertigten Erstmuster.
    9. Auf Anforderung erhält STS Formtechnik GmbH vom Lieferanten Zeichnungen und sonstige Konstruktionsunterlagen zu den Werkzeugen sowie sämtliche Detailinformationen.
    10. Sollte STS Formtechnik GmbH vor Fertigstellung der Werkzeuge aus irgendwelchen Gründen bestimmen, dass die weitere Arbeit daran einzustellen ist, wird STS Formtechnik GmbH die bis dahin nachweislich entstandenen Kosten übernehmen, wobei STS Formtechnik GmbH sich ausdrücklich vorbehält, den Kostennachweis vor Ort zu prüfen. Nach Bezahlung erwirbt STS Formtechnik GmbH das Eigentums- und Verfügungsrecht über die Teilbeträgen Werkzeuge entsprechend Ziffer 5.
    11. STS Formtechnik GmbH behält sich das Recht vor, die beim Lieferanten befindlichen Werkzeuge jederzeit während der üblichen Geschäftszeiten zu besichtigen bzw. zu inspizieren.

XV. Allgemeine Bestimmungen

    1. Die Vertragsparteien vereinbaren, dass alle sich aus dem Vertrag ergebenden Zahlungsverpflichtung in EURO auf Grundlage des amtlichen Umrechnungskurses zu erfolgen haben, sobald der EURO der Republik Österreich als gesetzliche Währung eingeführt worden ist. Die Parteien vereinbaren weiters, dass die Umstellung des Schillings auf den EURO keinen Kündigungs-, Rücktritts- oder Anfechtungsgrund darstellt, und keinerlei Anspruch auf eine Auf- oder Abwertung der unter dem Vertrag geschuldeten Zahlungspflichten, unabhängig vom inneren oder äußeren Wert des EURO, sowie auch keinen Anspruch auf Vertragsänderung oder Nachverhandlung des Vertrages oder einzelner seiner Bestimmungen begründet.
    2. Stellt ein Vertragspartner seine Zahlungen ein oder wird das Konkursverfahren über sein Vermögen oder ein gerichtliches oder außergerichtliches Vergleichsverfahren beantragt, so ist der andere berechtigt, für den nicht erfüllten Teil vom Vertrag zurückzutreten.
    3. Sollte eine Bestimmung dieser Bedingungen und der getroffenen weiteren Vereinbarungen unwirksam sein oder werden, so wird dadurch die Gültigkeit des Vertrages im Übrigen nicht berührt. Die Vertragspartner sind verpflichtet, die unwirksame Bestimmung durch eine ihr im wirtschaftlichen Erfolg möglich gleichkommende Regelung zu ersetzen.
    4. Eigentumsvorbehalt der Lieferanten werden von STS Formtechnik GmbH nicht anerkannt. Die Anwendung des UN-Kaufrechtes (Übereinkommen der Vereinten Nationen vom 11.4.1980 über Verträge über den internationalen Warenkauf) wird ausgeschlossen.
    5. Erfüllungsort ist der Sitz des Bestellers. Für die Lieferung kann etwas anderes vereinbart werden.
    6. Gerichtsstand ist das sachlich zuständige Gericht in Graz.

XVI Prüfbescheinigungen (für die Materialrückverfolgbarkeit)

    1. Bei Lieferungen an Fa. STS Formtechnik GmbH Für alle Zulieferteile an die Fa. STS Formtechnik GmbH (nachfolgend nur BA genannt) muß die Materialrückverfolgbarkeit (Basis für die Auto-Zulieferindustrie) gewährleistet sein
      Es gibt 2 Varianten für die Dokumentation:
      • Sie legen bei jeder Lieferung das zugehörige Werkzeugnis bei (Standard).
      • Sie führen ein eigenes Chargenregister (Auf Verlangen von STS Formtechnik ist das Werkzeugnis binnen 3 Stunden vorzulegen) wobei sie bei Ihren Lieferscheinen pro Position Ihre Chargennummer anführen. Die Variante 2 ist nur mit schriftlicher Zusage von BA erlaubt
        Achtung: Falls bei Lieferungen an BA das Werkszeugnis bzw. die Chargennummer fehlt darf die Ware von BA nicht angenommen werden!
    2. In Lieferanten-Bestellungen
      Bei allen Rohstoffen und Halbfabrikaten sowie Hilfsstoffen (die direkt ins Produkt einfließen wie z.B: Lötpaste) ist in der Bestellung eine Prüfbescheinigung bzw. Zertifikat mit anzufordern.
      Die Mindestanforderung ist in der Regel ein Werkszeugnis nach Norm: DIN EN 10 204 mit der Normbezeichnung 2.2.
      ------ Diese Angaben sind im Bestelltext (vom Lieferanten) zu hinterlegen! ------
      Wird von STS eine höherwertige Prüfbescheinigung verlangt, so wird dies extra im Bestelltext der Fa. BA festgelegt.
      z.B. bei: A0601432 ROHR DIN2391-  41,4 X 1,6 für Distanzhülsen nach Norm DIN EN 10204 mit der Normbezeichnung 3.1.B
      Keine Angabe im Bestelltext von BA bedeutet, Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit durch den Lieferanten mit Werkszeugnis 2.2 nach DIN EN 10 204 (Standard).
      Diese Vereinbarung ist für alle Lieferungen (auch Prototypen und Erstmuster) gültig und kann nur durch eine schriftlichen Bescheid zwischen Qualitätsleitung BA und den Lieferanten aufgehoben werden.

XVII Lieferantenaudit

Unser Kunde ist berechtigt, in Ihrer Firma ein Lieferantenaudit durchzuführen.

Im Falle eines Lieferantenaudits aufgrund von defektem Material gehen sämtliche Kosten zu Lasten des Lieferanten.